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ARBEITSRECHT AKTUELL // 23/022

Kei­ne Dis­kri­mi­nie­rung trotz feh­len­der Stel­len­mel­dung

Das Un­ter­las­sen der Mel­dung ei­ner of­fe­nen Stel­le bei der Ar­beits­agen­tur ist nicht zwin­gend ein In­diz für Dis­kri­mi­nie­rung schwer­be­hin­der­ter Be­wer­ber: Thü­rin­ger Lan­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 14.03.2023, 1 Sa 144/22
Integration von Menschen mit Behinderung auf dem Arbeitsmarkt, Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)

07.05.2023. Ein schwer­be­hin­der­ter Be­wer­ber er­hielt ei­ne Ab­sa­ge auf ei­ne Stel­le in ei­nem Er­fur­ter Ser­vice- und Be­ra­tungs­zen­trum und for­der­te dar­auf­hin ei­ne Ent­schä­di­gung we­gen Dis­kri­mi­nie­rung.

Der Ar­beit­ge­ber hat­te die ge­setz­li­che Schwer­be­hin­der­ten­quo­te über­er­füllt, die Stel­le aber nicht bei der Ar­beits­agen­tur ge­mel­det.

Das Thü­rin­ger Lan­des­ar­beits­ge­richt sah dar­in kein Dis­kri­mi­nie­rungs­in­diz. Es be­rück­sich­tig­te die über­er­füll­te Quo­te und be­wer­te­te die Be­wer­bung als miss­bräuch­lich, da sie of­fen­bar nur auf ei­ne Ent­schä­di­gung ab­ziel­te. Die Kla­ge wur­de ab­ge­wie­sen: Thü­rin­ger LAG, Ur­teil vom 14.03.2023, 1 Sa 144/22

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu die­ser Ent­schei­dung fin­den Sie hier: Up­date Ar­beits­recht 09|2023 Thü­rin­ger LAG: Das Un­ter­las­sen der Mel­dung of­fe­ner Stel­len ge­mäß § 164 Abs.1 Satz 2 SGB IX muss kein Dis­kri­mi­nie­rungs­in­diz sein

 

Hand­buch Ar­beits­recht: Be­hin­de­rung, Men­schen mit Be­hin­de­rung

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Letzte Überarbeitung: 26. Februar 2025

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